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Webseitenanalyse nach Google Core-Update

03.08.2018 Google hat bekanntgegeben, dass es ein neues Update für den Core-Algorithmus seiner Suchmaschine veröffentlicht hat. Wie allgemein üblich, bleibt das Unternehmen auch jetzt wieder schweigsam, was die spezifischen Inhalte des Updates angeht. Es handelt sich um dieselbe Vorgehensweise, wie schon bei den anderen beiden Kern-Updates im März und April dieses Jahres. Auch diesmal unterrichtete das Unternehmen die Öffentlichkeit lediglich per Twitter.

Was ist ein Core-Update?

Google veröffentlicht fast täglich Updates, die unterschiedliche Zwecke erfüllen. Mal geht es darum, konkrete Sicherheitslücken zu schließen, mal darum, einfach nur zu experimentieren. Oftmals werden letztere Updates gar nicht bemerkt. Zudem sind Google-Mitarbeiter bei diesen Updates in der Regel etwas auskunftsfreudiger, auch wenn man ihnen die Informationen meist mühselig aus der Nase ziehen muss.

Bei sogenannten Core-Updates, also Aktualisierungen, die auf den Kern des Suchalgorithmus von Googles Suchmaschine abzielen, ist das jedoch anders. Hierbei handelt es sich um Veränderungen oder Optimierungen, die ganz gezielt das Ranking von Webseiten betreffen. Folglich ist es nicht verwunderlich, dass Google die genauen Veränderungen nicht bekanntgibt, denn dadurch würde das Update redundant.

Wie auf Core-Updates reagieren?

Meist werden die Auswirkungen der Veränderungen erst ein paar Tage nach Einspielung des Updates ersichtlich. In den sogenannten SERPs, also den Suchergebnislisten einer Suchmaschine, sollten Veränderungen in den folgenden Tagen also nicht überbewertet werden. Obwohl Core-Updates mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gewichtung einzelner fürs Ranking relevanter Faktoren justieren, wäre es voreilig, jetzt schon Änderungen in der SEO-Strategie vorzunehmen. Vor allem, wenn man gut mit der bisherigen Strategie gefahren ist.

Google predigt seit Jahren, dass es dem Unternehmen darum geht, das Volumen qualitativ hochwertigen Contents zu vergrößern und die Erreichbarkeit ebendieses zu gewährleisten. Mit den kontinuierlichen Updates versucht man, das Suchverhalten so korrekt wie möglich zu interpretieren. Wer also sowieso schon nach den Spielregeln von Google handelt, muss gar keine großen Änderungen vornehmen, geschweige denn die Strategie überdenken.

Am Ball bleiben

Für Suchmaschinenoptimierer sind Core-Updates Ärgernis und Segen zugleich – schließlich halten sie sie auf Trapp und zwingen sie, ständig am Ball zu bleiben. Die Suche nach den Stellschrauben, an denen Google für ein Update gedreht hat, ist zwar mühselig und mitunter frustrierend. Wer sich jedoch die Updates der vergangenen Jahre anschaut, wird daraus ein paar Punkte ableiten können, um die es Google immer wieder geht: die Intention des Nutzers, die Qualität der Inhalte, eine saubere Architektur und die Einhaltung der bereits erwähnten Google-Spielregeln.

Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass die Optimierung der eigenen Seite oder des Online-Shops weniger auf die Suchmaschine, sondern auf die Erwartungen der Internetnutzer ausgerichtet werden sollte. Um aus Besuchern Kunden zu machen, müssen sich diese gut betreut fühlen. Das setzt eine einfach Navigierbarkeit der Seite ebenso voraus wie die Beantwortung sämtlicher Fragen, die zu Ihrem Angebot, dem Bestellvorgang oder anderen Dingen auftreten können.

Googles Ziel verinnerlichen

Nach eigener Aussage zielt Google mit seinen Core-Updates nicht darauf ab, einige Webseiten zu belohnen und andere abzustrafen. Dafür gibt es andere Updates. Natürlich kann nicht jede Domäne in der ersten Ergebnisliste, geschweige denn auf Platz eins, dauerhaft verweilen. Nach jedem Update wird es Seiten geben, die im Ranking aufsteigen und solche, die eben weiter nach unten rutschen. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass die Betreiber von letzteren Fehler gemacht haben oder ihre komplette SEO-Strategie neu entwickeln müssen.

Ein Abrutschen kann auch einfach nur bedeuten, dass Google die Wertung von einem Ranking-Faktor, in dem man bislang sehr gut war, zu Gunsten eines anderen Faktors vermindert hat. Unter Umständen stimmen Suchanfragen nicht mehr hundertprozentig mit dem verlinkten Content überein, was dann natürlich kurzfristig zu etwas vermindertem Traffic auf die eigene Seite führt. Auf lange Sicht kann sich das aber wieder ändern.

Nur wer konstant auf einen ordentlichen Seitenaufbau achtet und mit etwas Glück dafür sorgt, dass Inhalte zur richtigen Zeit wie die Faust aufs Auge passen, wird in den SERPs dauerhaft vorne dranbleiben können. Das bedeutet viel Arbeit, aber wer behauptet eigentlich, dass Suchmaschinenoptimierung ein Selbstläufer sei?

Die Marktforscher von Kantar Millward Brown (Teil der 1993 gegründeten Kantar Group mit Sitz in London) haben ihre jährliche Studie zu den 100 wertvollsten Marken der Welt veröffentlicht. Zum 13. Mal werden international erfolgreiche Marken unter dem Studientitel BrandZ™ gelistet.

Die 10 wertvollsten Marken 2018 – Alte Bekannte, neue Riesen

Neben den bekannten Internetfirmen Google, Amazon, Microsoft und Co. finden sich immer häufiger auch neue, nicht amerikanische Marken unter den ersten zehn Plätzen das Rankings, das sich dieses Jahr wie folgt zusammensetzt:

  1. Google (302,1 Milliarden USD)
  2. Apple (300,6 Milliarden USD)
  3. Amazon (207,6 Milliarden USD)
  4. Microsoft (200,9 Milliarden USD)
  5. Tencent (178,9 Milliarden USD)
  6. Facebook (162,1 Milliarden USD)
  7. VISA (145,6 Milliarden USD)
  8. McDonald’s (126,0 Milliarden USD)
  9. Alibaba (113,4 Milliarden USD)
  10. At&T (106,7 Milliarden USD)

China mischt auf, deutsche Marken unter den Top 100

Während man deutsche Unternehmen und ihre Marken in den Top 10 vergeblich sucht, hat mittlerweile eine zweite chinesische Firma den Sprung nach oben geschafft. Nachdem Tencent bereits im letzten Jahr auf Platz 8 und somit erstmals zu den besten zehn zählte, ist mit Alibaba nun ein weiterer Internetgigant dabei, der Chinas steigenden globalen Einfluss amtlich macht. Das E-Commerce-Unternehmen weist eine beeindruckende Markenwertveränderung von 92% auf und verbesserte sich dabei um satte fünf Positionen im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn auch nicht ganz vorne mit dabei, so erzielen deutsche Marken weiterhin gute Ergebnisse bei Konsumenten weltweit. Zu den acht deutschen Mitstreitern zählen SAP auf Platz 17 (53,4 Milliarden USD), Deutsche Telekom auf Platz  25 (41,5 Milliarden USD), die Autobauer Mercedes Benz (25,7 Milliarden USD) und BMW (25,6 Milliarden USD) auf den Plätzen 46 und 47, DHL auf Platz 62 (20,6 Milliarden USD), Siemens auf Platz 82 (16 Milliarden USD), Aldi auf Platz 93 (13,8 Milliarden USD) und Adidas mit einer Punktlandung auf Platz 100 und 12,5 Milliarden USD Markenwert.

E-Commerce weiter stark

Zu den neuen Gesichtern zählen neben der US-Telekommunikationsfirma Spectrum auch der Taxi-Dienstleister UBER, die Logistiker von SF Express, der Online-Dienst Instagram und die indonesische Bank Central Asia (BCA). Den Sprung zurück in die Top 100 haben das chinesische Einzelhandelsunternehmen JD.com sowie der PC- und Druckerhersteller HP.

Insgesamt verzeichnet die diesjährige Markensammlung eine geballte Markenwertsteigerung von 21 Prozent – das entspricht einem Volumen von 4,4 Billionen US Dollar. Wenngleich zum ersten Mal Wachstum in jeder Kategorie zu verzeichnen ist, erhält die Einzelhandelsbereich weiterhin den größten Zuwachs (35%), was vor allem auf den weiter expandierenden E-Commerce zurückzuführen ist. Zusammen sind Amazon, eBay, Alibaba und andere technologie-gestützte Retailer für mehr als die Hälfte des totalen Markenwertes des diesjährigen Rankings verantwortlich.

Für die Studie werden jährlich mehr als drei Millionen Konsumenten weltweit befragt. Den aktuellen Report können Sie sich hier als PDF anzeigen lassen und herunterladen. Auf millwardbrown.com/brandz erhalten Sie zudem detaillierte Informationen zu sämtlichen länderspezifischen Rankings.