Handy mit Mikrofonsymbol

Voice Search, oder genauer, Sprachsteuerung über digitale Assistenten wird von immer mehr Menschen genutzt, um sich Informationen zu beschaffen oder um Dienste auf Ihrem Smartphone oder anderen Endgeräten auszuführen. Egal ob Siri, Alexa, Cortana oder „Ok Google“ – die Technologie zur Spracherkennung entwickelt sich beständig weiter, was auch Konsequenzen für die Suchmaschinenoptimierung bereithält. Experten rechnen damit, dass sprachbasiertes Suchen die textbasierte Suche nach Keywords im Alltag der Zukunft nahezu verdrängt haben wird.

SEOs aufgepasst: Voice-Search-SEO-Marketing

Laut einer Prognose des Marktforschungsunternehmens ComScore soll jede zweite Suchanfrage bis 2020 sprachbasiert sein. Was das für das Online-Marketing der nahen Zukunft bedeutet, liegt auf der Hand: Wenn für gezielte Suchanfragen immer weniger mit Textbausteinen kombiniert wird, sondern ganze Sätze eingesprochen werden, dann braucht es neue Analysemethoden, um das Suchverhalten der Nutzer auszuwerten und den eigenen Content dem neuen Verhalten anzupassen.

Statt kurzer Schlüsselworte mit hohem Suchvolumen wird sich das Augenmerk vermehrt hin zu sogenannten Long-Tail- und Konversations-Keywords verschieben. Eine Suchanfrage wie „Spanisches Restaurant Prenzlauer Berg“ wird dann durch eine Voice Search wie „Wo kann ich im Prenzlauer Berg lecker spanisch essen gehen?“ abgelöst. SEO-Texte müssen folglich so geschrieben werden, dass sie einfach laut vorzulesen sind. Ein natürlicher Sprachfluss ersetzt das Keyword-Stuffing.

Wie im obigen Beispiel wird die Voice Search – wie sollte es sonst sein – hauptsächlich mithilfe von „W-Fragen“ formuliert: „Wann schließt der Supermarkt am Flughafen?“ oder „Wie lange braucht man mit dem Taxi zum Hauptbahnhof?“ verdeutlichen das Schema der sprachbasierten Suchanfragen. Die Beispiele zeigen, dass Voice Searches in der Regel von konkreten Motivationen geleitet sind, die darauf abzielen, eine Aktion auszuführen. Wer Produkte oder Dienstleistungen anbietet, sollte deshalb Motivationen erkennen und auf der eigenen Webseite mögliche Fragen der Besucher antizipieren, um ihnen gezielte Antworten bieten zu können.

Verschiebe nicht auf morgen…

Auch wenn Google AdWords noch keine Unterscheidung zwischen eingetippten und eingesprochenen Suchanfragen macht, so lohnt es sich trotzdem, frühzeitig die aktuellen Suchbegriffe nach möglichen Long-Tail-Keywords zu durchforsten. Das gibt Ihnen einen Eindruck davon, in welche Richtung sich Suchanfragen in naher Zukunft entwickeln könnten.

Durch HTML-Tags und spezielle Mark-Ups lassen sich bestimmte Textbereiche im Quelltext so kennzeichnen, dass Google diese beim Indexieren der Webseite als vorlesbar erkennt. Nachdem Sie also das Suchverhalten der Nutzer analysiert haben, können Sie Ihren Content dementsprechend anpassen. Das ist nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch eine sinnvolle Methode, um Google heute schon zu zeigen, dass Sie eine nutzerfreundliche Seite betreiben.