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17.02.2019

Heutzutage wird viel Content erstellt. Stand früher die Suchmaschine im Vordergrund, ist es heute der Leser. Die Algorithmen der Suchmaschinen sind mittlerweile so weit entwickelt, dass relevante Inhalte erkannt und besser gerankt werden. Ohne eine Content-Strategie ist die Erstellung interessanter Inhalte mittelfristig nicht zielführend. So spannend bestimmte Themen sein mögen, so belangloser wird Content, wenn kein Plan dahinter steht.

Die Entwicklung von Content in den letzten 15 Jahren

Vor vielen Jahren wurden Inhalte im Internet geschrieben, damit Suchmaschinen sie finden. Die Algorithmen waren leicht zu durchschauen. Waren Texte auf Keywords optimiert, war gutes Ranking vorprogrammiert. Heute ist das anders. Mittlerweile erkennen Suchmaschinen Zusammenhänge innerhalb des Textes. Es werden viel mehr Faktoren herangezogen, um eine Seite relevanter einzustufen als eine andere. Das sind technische Faktoren der Webseite, aber auch inhaltliche. Gibt es Navigationsmöglichkeiten auf der Seite? Wie gut ist sie strukturiert? Wie umfassend (=holistisch) wird ein Thema behandelt? Wie sieht die Seite in der Suchvorschau aus? Wie lange verweilt ein Nutzer auf der Seite, wenn er sie denn schon in den Suchergebnissen angeklickt hat? Es gibt laut Google über 200 Faktoren, die das Ranking beeinflussen. Je interessanter Content für den Nutzer ist, umso besser, denn er bleibt dadurch länger auf der Seite. Das Ziel von Google und Co. ist es, dem Suchenden die bestmöglichen Ergebnisse zu präsentieren. Würden sie immer nur unrelevante Inhalte zu lesen bekommen, würden sie mittel- bis langfristig die Suchmaschine wechseln.

Tipp 1: Wen und was wollen Sie erreichen?

Im Vordergrund steht immer die Zielgruppe. Diese muss definiert sein. Je breiter sie ist, desto schwieriger ist es eine sinnvolle Content-Strategie zu entwickeln. Grenzen Sie sie also so weit wie möglich ein. Wissen Sie, welche Gruppe Sie ansprechen möchten, finden Sie heraus, wie Sie diese am besten erreichen können. Sie grenzen somit immer mehr ein, wie Inhalte überhaupt aufgebaut sein müssen und was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert.21

Im nächsten Schritt müssen Sie definieren, was Sie erreichen möchten mit Ihrer Strategie. Wollen Sie das Ranking steigern? Wollen Sie Umsätze generieren? Wollen Sie Ihre Bekanntheit erhöhen? Oder wollen Sie etwas völlig anderes erreichen? Je nachdem, was Ihre Ziele sind, müssen Inhalte anders aufgebaut sein. Wollen Sie zum Beispiel Umsätze steigern, müssen Sie bei jeder Content-Erstellung Optionen zum Kaufen bieten. Das sparen Sie sich, wenn Sie nur ihre Markenbekanntheit steigern möchten. Wollen Sie Ihr Ranking verbessern müssen Sie mehr Wert legen auf reine SEO-Maßnahmen. Möchten Sie hingegen eher bestehende Kunden befriedigen, sieht Ihre Content-Strategie wieder anders aus. Haben Sie bestimmt, wen Sie erreichen wollen und wie Sie diese Personengruppe ansprechen können, dann gehen Sie über zum nächsten Schritt.

Tipp 2: Wann sollten welche Inhalte veröffentlicht werden?

Sie kennen die Zielgruppe und können Ihre Content-Strategie nun verfeinern. Überlegen Sie welche Inhalte gefallen. Welche Themen sind interessant für die Zielgruppe? Durch eine Keyword-Recherche finden Sie heraus, wonach Menschen in Ihrem Bereich suchen. Nutzen Sie für die Recherche verschiedene Tools. Sie können zum Beispiel über Google Ads herausfinde, welche Keywords Ihrer Branche gerade gefragt sind. Dafür müssen Sie keine eigene Ads-Kampagne anlegen. Auch die Eingabe bestimmter Keywords in Google gibt Ihnen einen Überblick darüber wie viele Seiten zum Keyword existieren. Durch die Auto-Vervollständigen-Funktion von Google erfahren Sie, was Nutzer eingeben. Zudem können Sie sogenannte W-Fragen Tools einsetzen, um herauszufinden, was Nutzer rund um Ihr Angebot fragen.

Die Keywordrecherche sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie dauert mehrere Tage bis Wochen. Sie haben dadurch aber das Grundgerüst, um Inhalte zu erstellen, die interessant sind für Ihre Zielgruppe. Durch Google Trends können Sie zudem herausfinden, wann ihre Keywords besonders gefragt sind. Sie wissen dadurch, wann die Inhalte veröffentlicht werden sollten. Erstellen Sie also anhand der Keywords einen Plan, zu welchem Zeitpunkt welche Inhalte veröffentlicht werden sollten.

Tipp 3: Zielgruppe durch gute Texte erreichen.

Die Definition der Zielgruppe bedeutet für Sie auch, dass Sie den Stil kennen, in dem die Gruppe angesprochen werden muss. Welchen Schreibstil sollten Sie verwenden? Das wissen Sie nun. Sie wissen auch, ob Ihnen eher ein Fachpublikum gegenübersteht oder ob die Zielgruppe einfacher angesprochen werden muss. Außerdem wissen Sie, an welcher Stelle im Sales-Funnel Ihre Zielgruppe steht. Auch das erlaubt Ihnen den inhaltlichen Stil der Ansprache zu definieren.

Ihr Content muss einige Punkte erfüllen, damit Nutzer ihn ernst nehmen. Er muss einzigartig sein. Bieten Sie Inhalte, die der Nutzer auf anderen Seiten nicht findet. Des Weiteren müssen Sie großen Wert auf Fehlerfreiheit legen. Rechtschreibfehler und grammatikalische Fehler müssen vermieden werden. Derlei Fehler zahlen auf das Image-Konto ein. Je mehr Fehler in einem Text sind, desto weniger professionell werden Sie wahrgenommen. Der dritte Punkt Ihrer Content-Strategie sollte sein, dass die Informationen für den Nutzer so tiefgreifend und detailliert sind, wie dieser es erwartet. Zu guter Letzt muss der Inhalt zur Suchanfrage passen. Haben Sie Ihre Seite auf einen bestimmten Inhalt ausgerichtet, bewerben Sie aber mit einem völlig anderen Keyword, so werden Sie viele Nutzer (und damit Ranking) verlieren.

Bedenken Sie auch, dass Menschen online anders lesen. Sie scannen Texte schneller und schauen sich eher Headlines an, als dass sie jeden Fließtext komplett lesen. Struktur ist deshalb enorm wichtig.

Tipp 4: Visuelle Content-Strategie

Nicht nur Text bestimmt, ob Ihre Seite interessant ist. Ihre Content-Strategie muss auch Bilder, Fotos und Grafiken umfassen. Idealerweise sind auch Videos eingebunden. Google bewertet Seiten mit einem Mix aus Text und Medien besser als Seiten ohne diese Mischung. Videos erhalten dabei einen hohen Stellenwert. Achten Sie bei Bildern, Fotos und Grafiken immer auf eine gute Komprimierung ohne Qualitätsverlust. Achten Sie beim Einsatz von Videos darauf, dass diese hochwertig und professionell erstellt sind.

Tipp 5: Monitoring des eigenen Contents

Content erstellen ist eine Sache. Ihn zu prüfen ist eine andere. Sie sollten Ihre Inhalte im Blick haben. Prüfen Sie, wie viele Klicks Sie erzielen oder welche Inhalte besonders gut ranken. Dazu können Sie zum Beispiel die Google Search Console oder Analytics nutzen. Sie wissen so, in welche Richtung Sie Ihre Content-Strategie ändern müssen. Ihnen stehen dafür unterschiedliche Kennzahlen zur Verfügung. Die interessantesten sind dabei wohl die Absprungrate (wie viele Personen haben Ihre Seite angeklickt, sind dann aber unmittelbar danach wieder abgesprungen), die Verweildauer (wie lange blieb der Nutzer nach dem Klick in den Suchergebnissen auf Ihrer Seite), sowie die Click-Through-Rate, die auch CTR abgekürzt wird (wie viele Personen klicken überhaupt auf Ihr Suchergebnis, wenn es zu einem bestimmten Keyword angezeigt wird).